Neue Wege in deiner zweiten Lebenshälfte
Petra Borchardt

Gedanken · Ernährung & Genuss · Mit Video

Denkfallen beim Abnehmen: Wenn Gedanken Druck machen

„Ich muss nur disziplinierter sein.“ „Andere schaffen das doch auch.“ Vielleicht kommen dir solche Sätze vertraut vor. Doch wie geht es dir eigentlich damit?

Manchmal beginnt der Druck schon am Morgen. Du ziehst dich an, schaust in den Spiegel und findest sofort etwas, das anders sein sollte. Vielleicht fällt dir eine Bemerkung von früher ein. Oder du denkst an einen Vorsatz, den du wieder nicht so umgesetzt hast, wie du es dir vorgenommen hattest.

Aus einem einzelnen Gedanken wird schnell ein Urteil: Ich bin nicht konsequent genug. Ich müsste mich mehr anstrengen. Mit mir stimmt etwas nicht. Wenn solche Sätze lange zu unserem Alltag gehören, bemerken wir manchmal kaum noch, wie streng sie sind.

In diesem Video schaue ich mit dir auf vertraute Denkfallen rund ums Essen, Abnehmen und Körperbild. Vielleicht entdeckst du einen Gedanken wieder, den du bisher selten hinterfragt hast.

Zu viele Denkfallen

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Wenn aus einem Wunsch eine Forderung wird

Vielleicht möchtest du abnehmen, dich wohler fühlen oder wieder mehr auf dich achten. Diesen Wunsch darfst du haben. Es lohnt sich jedoch, darauf zu hören, welche Erwartungen du damit verbindest.

Darfst du erst dann zufrieden mit dir sein, wenn eine bestimmte Zahl auf der Waage steht? Muss jeder Tag nach Plan laufen? Wird aus einer ungeplanten Mahlzeit sofort das Gefühl, alles falsch gemacht zu haben?

Gerade dieses Alles-oder-nichts-Denken kann den Alltag anstrengend machen. Eine Ausnahme erscheint dann wie ein Scheitern. Dabei darf ein Vorhaben auch dann weitergehen, wenn ein Tag anders verläuft als gedacht.

Du darfst etwas verändern wollen und dir dabei mit Respekt begegnen.

Welche Maßstäbe gehören wirklich zu dir?

Manche Vorstellungen begleiten uns seit vielen Jahren. Bemerkungen über unsere Figur, Diätversprechen oder der Vergleich mit anderen können Spuren hinterlassen. Vielleicht hast du Ansprüche übernommen, die heute gar nicht mehr zu deinem Leben passen.

Gerade in der zweiten Lebenshälfte darfst du neu überlegen, was dir wichtig ist. Was bedeutet Wohlbefinden für dich? Welche Gewohnheiten passen zu deinem Alltag? Und welche Erwartungen möchtest du nicht länger mit dir herumtragen?

Du musst nicht jeden strengen Gedanken sofort loswerden. Ein Anfang kann sein, ihn zu bemerken und kurz innezuhalten, bevor du ihm glaubst.

Ein freundlicherer Satz für den Alltag

Aus „Ich bekomme das nie hin“ könnte werden: „Heute war es schwierig. Ich kann schauen, was mir morgen helfen würde.“ Aus „Andere schaffen das doch auch“ vielleicht: „Ich kenne meinen Alltag und darf meinen eigenen Weg finden.“

Solche Sätze müssen sich für dich glaubwürdig anfühlen. Es genügt, wenn sie etwas fairer sind und dir Raum für einen nächsten Schritt lassen.

Du musst heute nicht alle alten Gedanken sortieren. Einen davon zu erkennen und etwas freundlicher zu beantworten, kann schon ein Anfang sein.

Deine Petra

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