Neue Wege in deiner zweiten Lebenshälfte
Petra Borchardt

Gedanken · Ernährung & Genuss · Mit Video

Zucker reduzieren – verstehen statt kämpfen

Etwas Süßes darf Freude machen. Wenn du deinen Umgang damit verändern möchtest, lohnt sich ein neugieriger Blick auf die Gewohnheiten, die dich durch den Tag begleiten.

Der Keks zum Kaffee, die Schokolade am Abend oder etwas Süßes nach einem langen Arbeitstag: Vielleicht gibt es auch bei dir solche vertrauten Momente. Manchmal genießt du sie ganz bewusst. Manchmal ist die Packung schon offen, bevor du darüber nachgedacht hast.

Wenn du weniger Zucker essen möchtest, liegt der Gedanke an ein Verbot vielleicht nahe. Ab morgen nichts Süßes mehr. Und wenn es dann doch anders kommt, ist die Enttäuschung über dich selbst groß.

In diesem Video möchte ich mit dir genauer hinschauen: Welche Rolle spielt Süßes in deinem Alltag? Was gehört zum Genuss, was zur Gewohnheit? Und wo möchtest du selbst etwas verändern?

Zucker reduzieren – verstehen statt kämpfen

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Welche Momente gehören für dich zu Süßem?

Vielleicht ist es der gemütliche Nachmittag mit einer Freundin. Vielleicht der Moment, in dem du nach Hause kommst und endlich niemand mehr etwas von dir möchte. Oder das Fernsehen am Abend, bei dem etwas zum Naschen einfach dazugehört.

Du kannst diese Situationen betrachten, ohne sie sofort zu bewerten. Freust du dich auf den Geschmack? Suchst du eine kleine Unterbrechung? Oder greifst du zu, weil es gerade vor dir steht?

Die Antwort darf an verschiedenen Tagen unterschiedlich ausfallen. Es muss auch nicht hinter jedem Stück Schokolade eine tiefere Erklärung stecken.

Du darfst Süßes genießen und zugleich entscheiden, welche Gewohnheiten du verändern möchtest.

Weniger muss nicht alles oder nichts bedeuten

Vielleicht kennst du den Gedanken: Jetzt habe ich ohnehin schon etwas Süßes gegessen, dann ist der Tag auch egal. Dabei macht eine einzelne Entscheidung nicht alle anderen Entscheidungen bedeutungslos.

Du musst deinen Alltag nicht in erfolgreiche und gescheiterte Tage einteilen. Ein Stück Kuchen bei einem Geburtstag und der Wunsch, im Alltag weniger nebenbei zu naschen, dürfen nebeneinander bestehen.

Entscheidend für deinen persönlichen Weg ist auch, was du beibehalten möchtest. Welche süßen Momente genießt du wirklich? Auf welche könntest du verzichten, ohne etwas zu vermissen?

Eine kleine Veränderung, die zu dir passt

Vielleicht möchtest du bei einer vertrauten Situation ansetzen. Die Süßigkeiten beim Fernsehen bewusst auf einen kleinen Teller legen, statt aus der Packung zu essen. Oder beim Kaffee erst einmal probieren, ob dir etwas weniger Zucker ebenfalls schmeckt.

Solche Ideen sind Möglichkeiten, keine Aufgabenliste. Du kannst ausprobieren, was dir entgegenkommt, und wieder ändern, was für dich nicht funktioniert.

Auch dein Wunsch nach einer Pause verdient Platz. Wenn der Tag anstrengend war, darfst du dich fragen, welche Art von Erholung du dir zusätzlich zum Essen wünschst.

Du brauchst keinen perfekten zuckerfreien Alltag. Vielleicht geht es für dich zunächst darum, wieder bewusster zu wählen und das, was du genießt, auch wirklich zu genießen.

Deine Petra

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